Anwalts­recht Aufbaukurs

Der Syndi­kus­anwalt ist „echter“ Anwalt

Text: Rechtsanwalt Martin W. Huff, Leverkusen

Als Rechts­anwalt in einem Unter­nehmen, in einem Verband zu arbeiten, ist heute eine Selbst­ver­ständ­lichkeit geworden. Genau 26,2 Prozent derje­nigen Rechts­an­wäl­tinnen und Rechts­an­wälte, die sich im Bezirk der Rechts­an­walts­kammer Köln im Jahr 2011 neu zugelassen haben oder dorthin gewechselt sind, waren Syndi­kus­an­wälte. Dabei ist der Bogen weit gespannt ...

Lesen

Unabhängige Schlich­tungs­stelle prüft Anwalts­akten und Honorar­noten

Text: Rechtsanwalt Dr. Volker Römermann, Hamburg/Hannover

Die Schlich­tungs­stelle der Rechts­an­walt­schaft arbeitet seit Januar dieses Jahres. Mehrere hundert Fälle sind bereits einge­gangen. Recht und Gerech­tigkeit scheinen mehr und mehr priva­ti­siert zu werden. Konflikt­par­teien nehmen ihr Schicksal selbst in die Hand, finden eigene Lösungen, bedienen sich freiwillig profes­sio­neller Hilfe. Das dient der Befriedung, also der echten Konflikt­bei­legung.Und natürlich dem Fiskus. Denn der Staat will die Justiz von Arbeit befreien. Nachdem sich herum­ge­sprochen hat, dass alter­native Konflikt­bei­legung eine schöne Sache ist, haben in vielen Unter­nehmen und Insti­tu­tionen kreative Köpfe darüber nachge­dacht, wie sie dieses Instrument auch für die eigene positive Selbst­dar­stellung nutzen können.

Lesen

Fachanwalt: Brauchen wir eine 3. Staats­prüfung?

Text: Rechtsanwalt und Notar Jörg Elsner, Hagen

Ein Staats­prü­fungs­system für den Fachanwalt ist in der Diskussion. Die Satzungs­ver­sammlung der Anwalt­schaft will ein zentrales Klausu­renexamen einführen. Bislang reicht der bloße Nachweis von Theorie und Praxis für den Fachan­walts­titel. Der Gesetz­geber prüft nun, ob der Zugang zu den Fachan­walt­schaften verschärft werden soll.

Lesen

Was ist eine Kanzlei?

Text: Rechtsanwalt Dr. Volker Römermann

Das anwalt­liche Berufs­recht macht kaum noch Vorgaben.Das überrascht selbst Anwälte.„Was ist eine Kanzlei?“ – eine komische Frage. Jeder von uns hat doch ein Bild dazu vor Augen: Ein Türschild mit der Kanzlei­be­zeichnung,man klingelt, es summt, man öffnet die Tür, betritt einen Empfangs­be­reich, eine nette Mitar­bei­terin hinter dem Empfangstresen begrüßt uns, wir legen den Mantel an der Garderobe ab, nehmen im Warte­be­reich Platz, dort gibt es ein paar Zeitschriften, der Anwalt kommt und begleitet uns in sein Büro, dort setzt er sich hinter seinen Schreib­tisch, wir davor,es gibt ein paar Regale mit Büchern, Bilder, seine Robe hängt im Schrank, Computer auf dem Tisch, Telefon, Diktier­gerät, Akten, überall Akten. Warum also die Frage nach der Kanzlei, es ist doch alles klar?!

Lesen