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Anwaltsrecht Vertiefung

Unabhängige Schlichtungsstelle prüft Anwaltsakten und Honorarnoten

  • Heft 1/2011

Text: Rechtsanwalt Dr. Volker Römermann, Hamburg/Hannover

Die Schlichtungsstelle der Rechtsanwaltschaft arbeitet seit Januar dieses Jahres. Mehrere hundert Fälle sind bereits eingegangen. Recht und Gerechtigkeit scheinen mehr und mehr privatisiert zu werden. Konfliktparteien nehmen ihr Schicksal selbst in die Hand, finden eigene Lösungen, bedienen sich freiwillig professioneller Hilfe. Das dient der Befriedung, also der echten Konfliktbeilegung.Und natürlich dem Fiskus. Denn der Staat will die Justiz von Arbeit befreien. Nachdem sich herumgesprochen hat, dass alternative Konfliktbeilegung eine schöne Sache ist, haben in vielen Unternehmen und Institutionen kreative Köpfe darüber nachgedacht, wie sie dieses Instrument auch für die eigene positive Selbstdarstellung nutzen können.

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Fachanwalt: Brauchen wir eine 3. Staatsprüfung?

  • Heft 2/2010

Text: Rechtsanwalt und Notar Jörg Elsner, Hagen

Ein Staatsprüfungssystem für den Fachanwalt ist in der Diskussion. Die Satzungsversammlung der Anwaltschaft will ein zentrales Klausurenexamen einführen. Bislang reicht der bloße Nachweis von Theorie und Praxis für den Fachanwaltstitel. Der Gesetzgeber prüft nun, ob der Zugang zu den Fachanwaltschaften verschärft werden soll.

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Was ist eine Kanzlei

  • Heft 1/2010

Text: Rechtsanwalt Dr. Volker Römermann

Das anwaltliche Berufsrecht macht kaum noch Vorgaben.Das überrascht selbst Anwälte.„Was ist eine Kanzlei?“ – eine komische Frage. Jeder von uns hat doch ein Bild dazu vor Augen: Ein Türschild mit der Kanzleibezeichnung,man klingelt, es summt, man öffnet die Tür, betritt einen Empfangsbereich, eine nette Mitarbeiterin hinter dem Empfangstresen begrüßt uns, wir legen den Mantel an der Garderobe ab, nehmen im Wartebereich Platz, dort gibt es ein paar Zeitschriften, der Anwalt kommt und begleitet uns in sein Büro, dort setzt er sich hinter seinen Schreibtisch, wir davor,es gibt ein paar Regale mit Büchern, Bilder, seine Robe hängt im Schrank, Computer auf dem Tisch, Telefon, Diktiergerät, Akten, überall Akten. Warum also die Frage nach der Kanzlei, es ist doch alles klar?!

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Der Wert der Examensnote schwindet

  • Heft 1/2009

Text: Rechtsanwalt Priv.-Doz. Dr. Christian Winterhoff, Hamburg

Die Note des ersten Examens hat für Juristen eine große Bedeutung. Sie ist nicht nur für den Berufszugang wichtig, sondern – weitaus früher – auch für den zeitnahen Einstieg in das Referendariat, bei der Bewerbung um begehrte Stationsplätze oder für ein LL.M.-Studium. Dass die Examensnoten angesichts unterschiedlicher Prüfungsanforderungen der Bundesländer (zum Beispiel Hausarbeits- oder Klausurexamen, Umfang des Prüfungsstoffes, zeitlicher Ablauf des Examens) seit jeher nur bedingt vergleichbar waren, tat dem bislang keinen Abbruch.

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Nichts ist unmöglich

  • Heft 2/2008

Text: Rechtsanwalt Markus Hartung, Frankfurt am Main

Immer weniger Berufsstarter in Großkanzleien werden Partner. Woran das liegt? Exzellenz und Sympathie reichen nicht mehr: Der Kandidat muss auch in die Strategie passen. Wie wird man Partner?

Zunächst einmal: Man wird es, auch heute noch. Großkanzleien sind auf erstklassigen Nachwuchs angewiesen – und den bekommen sie nur, wenn sie Chancen auf Partnerschaft bieten. Gleichzeitig sind gerade internationale Großsozietäten aber sehr konsequent, wenn es um die entscheidenden strategischen Fragen geht. Das heißt: In internationalen Kanzleien werden weniger Anwälte als früher Partner, noch dazu Equity Partner, also Gesellschafter. Das hat vielfältige Gründe. Sie liegen zum Teil im Geschäft und Geschäftsmodell dieser Kanzleien, zum Teil in den jungen Anwälten selbst. Ihre Erwartungen und Ziele haben sich in den vergangenen Jahren verändert: Nicht jeder will Partner werden. Viele Kanzleien haben diesen Entwicklungen Rechnung getragen und Alternativen für eine langfristige Karriere außerhalb der Equity Partnerschaft geschaffen.

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Deutsches Recht verkaufen

  • Heft 1/2008

Text: Rechtsanwalt Dr. Karsten Schmidt-Hern, LL.M., Frankfurt am Main

Der Käufer des Unternehmens sitzt in den USA, der Kaufvertrag ist in Englisch – und welches Recht wird gewählt? Das deutsche Recht hat auch bei internationalen Transaktionen nicht ausgedient. Zumindest wenn Anwälte seine Vorzüge verkaufen können.

In dem Film „Die Waffen der Frauen“ aus dem Jahre 1990 spielen Melanie Griffith und Harrison Ford zwei Mitarbeiter einer Bank, die einen Unternehmenskauf einfädeln. Sie arbeiteten in der Abteilung „Fusionen und Akquisitionen“, wie es in der deutschen Synchronfassung hieß. Heute muss man einen Moment überlegen, bis man darauf kommt, dass „Mergers and Acquisitions“, also M&A gemeint ist. Die holperige Übersetzung hat sich nicht durchgesetzt.

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Leben von der Krise

  • Heft 2/2007

Text: Rechtsanwalt Dr. Andreas Ringstmeier, Köln

Das Insolvenzrecht erscheint vielen als ewig sprudelnde Quelle reichhaltigen Honorars. Das glauben nicht nur viele Insolvenzrichter. Woran das liegt? 1999 löste die Insolvenzordnung (InsO) das Vergleichs- und Konkursrechts ab. Die InsO trat zu einer Zeit in Kraft, als die Rezession einsetzte. Sie hatte deshalb die Chance, sich bei einer von Jahr zu Jahr ansteigenden Zahl von Unternehmensinsolvenzen zu bewähren: Die Zahl der Unternehmenszusammenbrüche lag 1999 noch bei 26.476, stieg 2001 auf 32.278 und erreichte 2003 die Zahl von 39.320. Prominente Namen waren darunter: die Kirch-Gruppe, die Insolvenz von Babcock Borsig mit insgesamt rund 160 Beteiligungsgesellschaften, die Baugesellschaften Holzmann (Bundeskanzler Gerhard Schröder damals: „Wir haben es geschafft!“ – Diese Aussage bezog sich allerdings nicht auf den Zusammenbruch des Unternehmens, sondern auf die zunächst geglaubte Sanierung der Gesellschaft) und Walther Bau sowie Brochier, BenQ, AgfaPhoto und ganz aktuell die Insolvenz der Schieder-Gruppe.

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Der Schaden

  • Heft 1/2007

Text: Rechtsanwalt Jörg Elsner, LL.M., Hagen

Der massenhafte Individualverkehr gehört untrennbar zu unserer modernen Gesellschaft. Ich wage die Prognose: Solange es diesen Individualverkehr gibt, werden daraus weiter in großer Zahl Rechtsstreite entstehen. Es geht um den Erwerb eines Fahrzeugs, den Ersatz des Schadens beim Unfall, Straf- und Ordnungswidrigkeiten, rechtliche Sanktionen sowie Fragen der Führerscheinzulassung und der Kraftfahrversicherung.

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